Mittwoch, 22. Oktober 2014

- letzte Aktualisierung: 21.10.2014 um 05:20 Uhr


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Basketball: BG gegen MBC 89:63

Veilchen machen das Dutzend voll!

Wie immer: äusserste Konzentration bei John Little (re.). Foto: Wenzel

Wie immer: äusserste Konzentration bei John Little (re.). Foto: Wenzel

Das Dutzend ist voll! Im 12. Bundesliga-Heimspiel haben die Basketballer der BG Göttingen den 12. Sieg eingefahren. Beim 89:63 (47:32)-Sieg gegen den MBC Weißenfels konnten die Gäste nur im ersten Viertel mithalten, gingen dann aber vor 3010 begeisterten Zuschauern in der Lokhalle im Angriffswirbel der Veilchen unter. Trainer John Patrick: „Beide Mannschaften haben alles gegeben. Es ist gut, wenn in jedem Spiel ein anderer in die Bresche springt. Das waren heute Michael Meeks mit seinem tollen Block und Antoine Jordan, der Chester Frazier glänzend vertreten hat.“

(Göttingen / luco) Vor laufenden DSF-Kameras fanden beide Mannschaften nur schwer ins Spiel, schlechte Würfe auf beiden Seiten, so dauerte es über zwei Minuten, ehe Chris Oliver die Gastgeber mit zwei Freiwürfen in Führung brachte. Jubilar Ben Jacobson legte mit einem Dreier nach, er absolvierte ausgerechnet gegen jenen Klub sein 75. Erstligaspiel, von dem er zu den Veilchen gewechselt war. Der MBC hielt vor allem mit seiner langen Centergarde um Kashirov und Grünheid dagegen, glich zum 5:5 aus.
100320_boone_hochDie BG tat sich weiter schwer, da wurde kaum ein Angriff ausgespielt oder auf den freien Wurf gewartet, jeder versuchte es auf eigene Faust. Punkte machten die Veilchen in dieser Phase ausschließlich von der Freiwurflinie, und da kaum ein Dreier den Weg ins Ziel fand, gingen die Gäste beim 9:10 (8.) erstmals in Führung. Nach dem ersten Viertel stand ein trostloses 12:12, die Gastgeber bis dahin mit nur einem von zwölf Dreiern und null Assists, typisch für die egoistische Spielweise der Veilchen. Das konnte eigentlich nur besser werden...
Wurde es aber nicht, zu allem Überfluss musste sich Chester Frazier nach einem Schlag auf das Handgelenk mit einer Risswunde der Kabine behandeln lassen, er wurde zum Röntgen ins Krankenhaus gefahren, ausgerechnet einer der Leistungsträger in den vergangenen Wochen fiel damit aus. Mittelhandbruch lautete die traurige Diagnose. Immerhin stieg jetzt die Trefferquote auf beiden Seiten, und ausgerechnet Frazier-Ersatz Antoine Jordan sorgte dafür, dass sich die Veilchen erstmals absetzen konnten. Mit fünf Punkten eröffnete er einen 13:0-Lauf, mit dem sich die Gastgeber von 22:23 (13.) auf 35:23 (17.) absetzen konnten. Da Jubilar Jacobson gegen seinen Ex-Klub einen richtigen Sahnetag erwischt hatte, führte er sein Team mit 4 Dreiern und 19 Punkten im ersten Durchgang zu einer 47:32-Halbzeitführung. Was für ein Spektakel, was für eine Steigerung gegenüber dem grausamen ersten Viertel!
So hätte es gern weitergehen können, doch die BG ohne den verletzten Frazier und den weiterhin angeschlagenen Dwayne Anderson, dazu Chris Oliver und Taylor Rochestie mit Foulproblemen, das Ding war noch lange nicht durch. Und die Wölfe witterten ihre Chance, nutzten die Schwächephase der Veilchen, um auf 55:47 (36.) zu verkürzen. Rochestie (2) und Meeks wehrten mit ihren Dreiern zum 61:47 (38.) die Aufholjagd des MBC ab, Little setzte mit seinem Dreier zum 66:50 mit der Schluss-Sirene des 3. Viertels den Deckel drauf.
Der Offensiv-Power der Veilchen hatten die Gäste an diesem Tag nichts mehr entgegenzusetzen, die Wölfe mit einem ausgeglichenen Team, aber ohne den Leitwolf, der die Mannschaft noch einmal hätte heranführen können. Der Widerstand der Gäste war nach der abgewehrten Aufholjagd gebrochen, der Rest war nur noch eine lila Lokhöllen-Party mit weihnachtlichen Wunderkerzen, La-Ola-Welle und „Oh wie ist das schön”-Gesängen. Die Fans feierten ihre Veilchen, die zum Frühlingsanfang so schön lila blühten wie selten zuvor. Am Ende ein klarer Sieg und ein Debakel für die Gäste, wer hätte das nach dem erste Viertel gedacht?
Jacobson_quer
„Nach der Niederlage in Bonn hat sich das Team im ersten Viertel zunächst ganz auf die Defensive konzentriert, insofern war das schon in Ordnung“, konnte Patrick nach dem Spiel auch mit dem ersten Viertel leben.
MBC-Coach Björn Harmsen: „Für mein Team war das heute eine wertvolle Erfahrung. Es ist schon beeindruckend, mit welcher Intensität die BG spielt und wie dieser Funke auf das Publikum überspringt. Wir haben das Spiel im 2. Viertel verloren, da haben wir als jüngstes Team der Liga nicht die Ruhe bewahrt.“
Bereits am Dienstag sind die Veilchen erneut im Einsatz. Am 23. März starten Ben Jacobson & Co. mit einem Heimspiel in das EuroChallenge-Viertelfinale, Anpfiff ist um 19.30 Uhr in der Lokhalle. Gegner ist der BC FMP Belgrad. Die Serben entließen in dieser Woche den bisherigen Trainer Vlado Djurovic. Wirtschaftliche Beweggründe hätten zu der Trennung geführt, heißt es in einem Statement des Clubs. Neuer Trainer ist Bosko Djokic, der FMP in die Best of Three-Serie gegen Göttingen führen wird. Mit zwei Siegen hofft die BG die Qualifikation für das Final Four perfekt zu machen. Spiel 2 findet am 25. März in Belgrad statt. Ein mögliches und alles entscheidendes drittes Spiel ist für den 31. März um 19.30 Uhr in der Lokhalle angesetzt. Karten gibt es unter anderem beim ExtraTiP in der Prinzenstraße 10 - 12.

Punkte: Jacobson 24/4, Rochestie 15/2, Little 13/2, Jordan 8/1, Kulawick 8/2, Meeks 6/2, Boone 6, Oliver 6 und McNaugh­ton 3.  

Beste Spieler: Jacobson, Rochestie, Little - Kashirov 14, Fassler 11/3.

Spielfilm: 5:3 (4.), 9:10 (8.), 19:17 (12.), 33:23 (16.), 47:32 (20.), 52:35 (24.), 61:47 (28.), 72:54 (32.), 81:55 (36.)

Viertel: 12:12, 35:20, 19:18, 23:13

Rebounds: 33 – 30

Trefferquote Feld: 45,6 % - 39,6 %

Freiwürfe: 24 v. 29 - 18 v. 25

Zuschauer: 3 010

Göttingen - Weißenfels 89:63
Düsseldorf - Hagen 68:70
Alba Berlin - Frankfurt 70:76
Ludwigsburg - Tel. Bonn 86:72
Paderborn - Tübingen 73:82
Quakenbrück - Gießen 102:80

Zufriedenes DSF-Team und stolze Eltern

Patrick_querZum ersten Mal wurde ein Heimspiel der BG Göttingen im Free-TV live übertragen, das DSF war erstmals in der Lokhalle vor Ort: „Es ist schon viel über die tolle Atmosphäre in der Göttinger Lokhalle geschrieben und erzählt worden, jetzt wissen wir auch warum“, waren DSF-Moderator Manfred Winter (Foto r.) und Co-Moderator Stefan Koch sehr angetan von ihrem Arbeitsplatz Lokhalle. Sie lobten nicht nur die Location und die Fans, sondern auch die Organisation. „Die Kollegen sind um 9.30 Uhr mit 25 Mann und fünf Kameras angerückt, die Zusammenarbeit lief perfekt. Hoffentlich kommt das DSF bald wieder“, so Kai Ahlborn, GWG-Projektleiter Lokhalle. Ein perfekter Tag war der Samstag für Ben Jacobson. Mit 24 Punkten war er Topscorer und Mann des Spiels, ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein schraubte er seine Bilanz in seinem 75. Bundesligaspiel auf jetzt 768 Punkte! Kontakte nach Weißenfels hat er heute nicht mehr: „Aus der heutigen Mannschaft kenne ich mit Sascha Leutloff ja auch nur noch einen Spieler“, so Jacobson. Natürlich sei das Spiel gegen den MBC etwas Besonderes, „aber ich versuche in jedem Spiel, voll motiviert zu sein.“ Zusätzliche Motivation dürfte der Besuch von Mama und Papa gewesen sein, Kris und Maria Jacobson bejubelten die Galavorstellung ihres Sohnes live in der Lokhalle: „Das war ein fantastisches Spiel von der ganzen Mannschaft“, freute sich der Vater. „Wir sind sehr stolz, Ben und sein Team haben wirklich hervorragend gespielt. Und die Fans hier sind einfach klasse“, jubelte auch Mutter Maria. In diesem Jahr waren sie zum ersten Mal in der Lokhalle, Vater Kris Jacobson verstand sich ausgezeichnet mit Cedric Oliver, dem Vater von Chris Oliver, beide räumten sie nach dem Spiel gut gelaunt das Büffet ab. Unglücksrabe war natürlich Chester Frazier, der nach dem Spiel noch mit den Mannschaftskameraden zusammen saß: „Ich habe einen Schlag auf das Handgelenk bekommen und bin dann auch noch gestürzt. Wobei ich mir die Mittelhand gebrochen habe, weiß ich selber nicht genau.“ Ebenso ungewiss ist es, wie lange der Guard ausfallen wird, darüber soll eine Nachuntersuchung am heutigen Sonntag Auskunft geben.
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Bettina Bode blockt Berlin aus

In der Basketball-Regionalliga haben die Frauen der BG 74 einen 62:58 (33:29)-Auswärtserfolg beim ASV Berlin eingefahren. „Es war kein schönes Spiel, aber eine von beiden Seiten engagiert geführte Partie“, so Spielertrainerin Jennifer Kerns. Spielerin der Partie war Bettina Bode, die mit 19 Punkten, 15 Rebounds und 10 Blocks ein so genanntes „Triple Double“ schaffte. „Eine tolle Leistung, das schafft nicht jeder in seiner Karriere“, lobte Kerns.
Das Spiel in Berlin war auf jeden Fall spannend. Wenn auch nicht spielerisch auf höchstem Niveau, so stimmte der Kampfgeist beider Teams und das war schön anzusehen. Nachdem die BG 74 das erste Viertel 8:13 verloren hatte, brachte sich das Team im zweiten Viertel (25:16) wieder nach vorne. Fast das gleiche Bild nach der Halbzeit – 8:13 und dann 21:16. Es war eine enge Partie, in der die BG 74 besser aus der Distanz traf, sie hatte wenig Ballverluste (nur 10 Turnovers) und kam so öfter zum Schuss. „Dazu stand unsere Defense auch sehr gut – dann ist gewinnen eigentlich ganz einfach“, findet Kerns.

Punkte: Bode 19, Dettbarn 13, Kerns 11 / 3, Hemmerlein 9 / 3, Münder 6 / 2, Krumm 2 und Pilz 2.

Sieg auch für die Männer der BG 74, im vorentscheidenden Abstiegsduell bei EBC Rostock gewann das Team von Trainer Hans-Werner-Schmidt 81:73 (38:40). Nach einem schwachen Start und einem 14:19 - Rückstand nach dem 1. Viertel brachte Kevin Reed mit drei Dreiern in Folge sein Team in Führung. Rostock kämpfte zurück, ging mit 61:57 in das Schlussviertel: „Da haben wir dann auf Zone umgestellt und mit Dill und Both zwei Lange aufgeboten, das war entscheidend“, so Schmidt. Dill traf zwar schlecht, doch Both machte alle Abpraller rein, mit 24:12 drehte die BG die Partie und hat damit den direkten Vergleich und damit den Klassenerhalt fast sicher.

Punkte: Reed 22/6, Rama 12/1, Both 13/1, Dill 10, Welzel 8, Adamczak 6, J. Schmidt 4, T. Schmidt 2, Rosenberg 2 und Willing 2.


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