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Die Zeitung zum Sonntag.

Großer Polizei-Einsatz: Durchsuchungen beim „Freundeskreis“

Beschlagnahmte Gegenstände. Foto: Polizei

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Göttingen gegen sechs Personen, die dem Umfeld des „Freundeskreises Thüringen / Niedersachsen“ zugerechnet werden, hat die Polizei aufgrund von Durchsuchungsbeschlüssen des Amtsgerichts Göttingen in den frühen Morgenstunden im Rahmen eines Großeinsatzes ein Objekt in der Stadt Göttingen, vier Objekte im Landkreis Göttingen und eins im Bereich Thüringen durchsucht.

Die Beschuldigten stehen im Verdacht, unter Inanspruchnahme von diversen Kommunikationsmitteln eine bewaffnete Gruppe gebildet zu haben.

Im Rahmen der umfangreichen Durchsuchungsmaßnahmen wurden diverse Schlag- und Stichwerkzeuge, darunter auch verbotene Gegenstände sowie eine Vielzahl von Datenträgern wie Handys und Laptops sichergestellt.

Die Vorbereitung und Durchführung des polizeilichen Einsatzes mit einem Kräfteansatz von über 100 Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten stand unter der Führung von Kriminaldirektor Volker Warnecke, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes in der Polizeiinspektion Göttingen. Insgesamt waren Einsatzkräfte der Polizeidirektion Göttingen der Bereitschaftspolizei Niedersachsen
sowie des LKA Thüringen eingebunden.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, äußerte sich noch am Vormittag zu diesem Polizei-Einsatz: „Ich bedanke mich bei den eingesetzten Polizistinnen und Polizisten für den heutigen Einsatz. Extremisten haben keinen Platz bei uns in Niedersachsen. Diese Gruppe von Nazis tritt immer wieder aggressiv und martialisch auf. Führende Mitglieder bezeichnen sich wie selbstverständlich als Nationalsozialisten, es gibt eine klar rassistische und völkische Ausrichtung. Der heutige Einsatz hat gezeigt, dass einige Mitglieder auch vor der Selbstbewaffnung nicht zurückschrecken, um die Ziele der Gruppierung durchzusetzen. Insofern können wir heute von einem Erfolg im Kampf gegen rechts in unserem Land sprechen. Wir müssen weiter wachsam bleiben, weil wir leider auch beobachten, dass die Gewalt in der Szene zunimmt.“