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Die Zeitung zum Sonntag.

Museum bittet um Mithilfe: Gesucht: Objekte der 40er, 60er, 70er

Ein Blick ins Fotoalbum fürs Museum. Foto: www.BilderBox.com

Das Städtische Museum Göttingen und das YLAB-Geisteswissenschaftliches Schülerlabor sind bei der Vorbereitung für zwei große Ausstellungen auf der Suche nach Objekten. Denn 2018 wird an zwei historische Ereignisse erinnert, die die deutsche Geschichte auf unterschiedliche Weise nachhaltig geprägt haben…

Die Niederlage Deutschlands im 1. Weltkrieg und die Revolution vom November 1918 bedeuteten das Ende der Monarchie, in deren Folge mit der Weimarer Republik der erste demokratische Staat auf deutschem Boden entstand, dessen Scheitern entscheidend für den Aufstieg des Nationalsozialismus war.

Und: Vor 50 Jahren erreichten im Jahr 1968 die Studentenproteste ihren Höhepunkt. Die Auswirkungen dieser „Achtundsechziger-Bewegung“ auf Politik, Gesellschaft und Kultur der Bundesrepublik sind vielfältig und unabsehbar. Sie prägen die deutsche Geschichte bis heute.

Museum und Schülerlabor der Georg August-Universität planen aus diesem Anlass für 2018 und 2019 zwei Sonderausstellungen und Workshops, die den Verlauf dieser historischen Umbrüche in Göttingen und ihre Folgen für die Stadtgeschichte beleuchten werden. Aus diesem Anlass suchen die beiden Einrichtungen Objekte aus der zweiten Hälfte der 1960er bis Anfang der 1970er Jahre, die sowohl studentische Demonstrationen, Proteste und öffentliche Veranstaltungen als auch das private und kulturelle Leben in Göttingen dokumentieren. Zugleich werden Objekte benötigt, die das Ende des Ersten Weltkriegs, die folgenden revolutionären Ereignisse und die Entwicklung bis in die Frühphase der Weimarer Republik bis zum sogenannten Kapp-Putsch in Göttingen dokumentieren.

Bei den Objekten kann es sich zum Beispiel um Tagebücher und sonstige schriftliche Dokumente, Fotos, Plakate, Schallplatten oder Kleidungstücke handeln, auch Flugblätter, Banner, Filme oder Tonaufnahmen sind von Interesse. Die Objekte sollen nur für die Ausstellungen verwendet und nach deren Ende an die Eigentümer zurückgegeben werden.

Es besteht die Möglichkeit, dass Objekte nach Absprache auch im YLAB im Rahmen von Schülerprojekten zum Einsatz könnten.

Wer für die beiden Institutionen derartige Objekte zur Verfügung stellen möchte, wendet sich an das Städtische Museum Göttingen, Jüdenstraße 39, 37073 Göttingen, Simone Hübner MA (Telefon 0551 / 400 28 44, Email: si.huebner@goettingen.de) oder an das YLAB – Schülerlabor Geisteswissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen, Friedländer Weg 2, 37085 Göttingen (Dr. Gilbert Heß, Telefon 0551 / 39 2 11 33, Email: buero@ylab.uni-goettingen.de).