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Eine Million Euro Mehrkosten: Kunstquartier wird teurer und später fertig

Foto: Archiv

Das Neubauprojekt „Kunstquartier“ (KuQua) in der südlichen Innenstadt wird deutlich teurer. Wie die Stadt Göttingen heute mitteilte, rechnet die Bauverwaltung mit einer Kostenerhöhung um voraussichtlich rund 20 Prozent. Auch der Baubeginn verzögert sich.

Insbesondere der Neubau des Galeriegebäudes „Kunsthaus“ in der Düsteren Straße 7 sei von der Kostensteigerung betroffen. „Wie wir auch bei anderen Projekten bereits feststellen mussten, führen die derzeit meistens bestens gefüllten Auftragsbücher von Baufirmen und Handwerksbetrieben zu weniger Angeboten und zu deutlich höheren Preisen“, sagte Stadtbaurat Thomas Dienberg in einer Stellungnahme. So hatte im Rahmen der Ausschreibung der Rohbauarbeiten für das Galeriegebäude nur ein Unternehmen ein Angebot abgegeben. Dieses lag 37 Prozent über der städtischen Kostenberechnung,. „Daher ist heute bereits absehbar, dass bei gleichbleibend hohem Preisniveau auch weitere Ausschreibungen über den ermittelten Kosten liegen werden“, erläuterte Dienberg. In der Summe werde dies zu etwa einer Million Euro Mehrkosten im Rahmen des Projektes führen – weitere Erhöhungen nicht ausgeschlossen. Die zu erwartenden Projektkosten steigen damit von fünf auf sechs Millionen Euro. Zusätzlich führt die aktuelle Marktlage zu einer zeitlichen Verschiebung, da sich die Beauftragungen deutlich verzögern. Geplant war die Fertigstellung des Kunsthauses bislang bis Ende 2019. Der Baubeginn war für Anfang Mai angesetzt und verschiebt sich nun voraussichtlich auf August. Die Fertigstellung des Neubaus wird sich entsprechend verzögern.

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen sieht sich nach dem Bekanntwerden der Kostensteigerung in ihren Befürchtungen bestätigt. Der Vorsitzende des Bauausschusses, Hans Otto Arnold wies darauf hin, dass „bereits seit Planungsbeginn dieser netten Idee absehbar war, dass die Kosten knapp kalkuliert waren und sehr wahrscheinlich zu massiven Einschnitten für andere Kultureinrichtungen führen werden, um finanzielle Defizite im Haushalt auffangen zu können. Dieser Fall könnte jetzt eintreten.“