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Universität: Leibniz-Preis für Göttinger Physiker

Der Physiker Prof. Dr. Claus Ropers von der Universität Göttingen erhält den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Die DFG würdigt damit seine führende Rolle auf dem Gebiet der zeitaufgelösten Elektronenmikroskopie, insbesondere seine jüngsten Erfolge bei der Manipulation des Quantenzustands freier Elektronen und der Kontrolle der Photoemission aus scharfen Metallspitzen mittels Terahertz- und optischen Feldern.

Die Jury hob auch seine Forschung zur Erzeugung extrem ultravioletter Strahlung an plasmonischen Nanostrukturen hervor. Sie betonte seine Fähigkeit, komplexe theoretische Konzepte experimentell zu realisieren und damit eine Vielzahl von innovativen Forschungsansätzen zu initiieren wie im Bereich der ultraschnellen Elektronenmikroskopie. Der Leibniz-Preis ist mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotiert und gilt als einer der wichtigsten Forschungsförderpreise in Deutschland. Die Verleihung findet am 19. März 2018 in Berlin statt.

„Wir gratulieren Claus Ropers zu diesem großen Erfolg und freuen uns sehr über die Auszeichnung“, sagt Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel. „Der Leibniz-Preis ist eine Bestätigung für seine kontinuierlich hervorragende Arbeit an der Göttinger Fakultät für Physik in den vergangenen Jahren. Seine Forschungen sind auch ein großer Gewinn für den Göttingen Campus.“

Claus Ropers studierte Physik in Göttingen und Berkeley und wurde 2007 nach Arbeiten am Max-Born-Institut in Berlin an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. Seit 2008 ist er zurück an der Universität Göttingen, zunächst als Juniorprofessor und Leiter der Arbeitsgruppe „Nano-Optik und ultraschnelle Dynamik“, seit 2011 als Professor für experimentelle Festkörperphysik. Für seine Arbeiten wurde er unter anderem mit dem Walter-Schottky-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und dem Klung-Wilhelmy-Wissenschaftspreis ausgezeichnet. 2015 erhielt er einen ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrats. Seine Forschung befasst sich mit nichtlinearen Phänomenen in optischen Nanostrukturen sowie der Anwendung ultrakurzer Elektronenpulse für die zeitaufgelöste Elektronenmikroskopie und -beugung. Er unterhält viele Forschungskooperationen mit Kolleginnen und Kollegen vom Göttingen Campus und ist unter anderem an zwei campusweiten Sonderforschungsbereichen beteiligt.