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Die Zeitung zum Sonntag.

Die Feisten: Mathias Zeh im Interview: Workshops im Wald

Mathias Zeh (C.) und Rainer Schacht sind „Die Feisten“. Der ExtraTiP präsentiert das erfolgreichste Göttinger Duo in Sachen ZweiMannSongComedy am Samstag, 15. Oktober, um 20 Uhr mit ihrem neuen Programm „Nussschüsselblues“ in der Göttinger Stadthalle. Im Vorfeld sprach der ExtraTiP mit Mathias Zeh über den späten Sommer, schöne Städte und Songtitel.

ExtraTiP: Hallo C., wie geht es Dir, wo bis Du gerade und was machst Du gerade?
C.: Es geht mir gut, ich latsche gerade mit meiner Hündin „Hilde“ durch den angenehm kühlen Habichtswald von Kassel.

ExtraTiP: Geiles Wetter im September, gehörst Du zu denen, die über die Hitze jammern oder genießt Du den späten Sommer?
C.: Ich genieße den späten Sommer im Schatten.

ExtraTiP: Wie kann man als gebürtiger Göttinger eigentlich auf die Idee kommen, in eine so langweilige und hässliche Stadt wie Kassel zu ziehen?
C.: Ich bin eigentlich kein Stadtpatriot, aber ich muss jetzt mal eine Lanze für meinen jetzigen Wohnort brechen. Viele Menschen kennen Kassel scheinbar nur, weil es da Ikea gibt und die Kassler Innenstadt ist visuell wahrlich auch keine Augenweide, aber die Orangerie, der Bergpark und die Fuldaauen sind der Hammer. Soll ich das Kulturangebot auch noch aufzählen? Kulturzelt, die Documenta, die Museen,… Aber all‘ diese Dinge waren nicht der Grund für mich, hierher zu ziehen. Wie sagt man: Wo die Liebe hinfällt, wohnst du am besten auch oder so ähnlich.

ExtraTiP: Ja, ja, die Liebe! Das erklärt einiges, auch bei Rainer. Der ist ja auch nicht gerade in eine schöne Stadt gezogen und Mannheim ist relativ weit weg. Wie hat sich das auf Eure Zusammenarbeit ausgewirkt?
C.: Rainer ist begeistert von Mannheim und er würde Dir jetzt alle Vorzüge dieser Stadt aufzählen, aber natürlich mussten wir uns eine ganz andere Art der Zusammenarbeit einfallen lassen. Wir treffen uns jetzt mehrere Male im Jahr in einem Ferienhaus, das völlig abgeschieden, ohne Internet und Handyempfang, am Allerwertesten der Welt liegt. Dort proben wir und arbeiten an neuen Songs. Wir genießen unsere Workshops mitten im Wald.

ExtraTiP: Am 15. Oktober seid Ihr endlich wieder in Göttingen zu Gast, Euer neues Programm heißt „Nussschüsselblues“. Jetzt mal ehrlich, wie kommt man auf so einen Titel?
C.: Der gleichnamige Song hat zu unserer großen Freude 350.000 Aufrufe auf unserer Facebookseite und beschert uns täglich neue Konzertbesucher, die uns vorher noch gar nicht kannten. Wir freuen uns sehr, dass er damit die unmittelbare Nachfolge von „Kriech nich da rein“ antritt, da hatten wir 700.000 Klicks bei Youtube. Wie man auf so einen Titel kommt? Nun, man nehme ein Ferienhaus ohne Internet und Handyempfang…

ExtraTiP: Was dürfen die Fans am 15. Oktober von Eurem neuen Programm erwarten?
C.: Wir freuen uns, dass Göttingen auf unserem Tourplan steht, dort werden wir auch unsere ganz frische Doppel-Live-CD „Nussschüsselblues“ präsentieren. Wir spielen sowohl nagelneue Lieder als auch neu interpretierte Songs von Ganz Schön Feist.

ExtraTiP: Welche Musik hörst Du privat und mit welcher Sängerin würdest Du am liebsten Mal ein Duett singen?
C.: Es gibt heutzutage so viel und so tolle Musik und Sänger und Sängerinnen, dass es mir schwer fällt, gezielt etwas zu nennen. Aber als ich das Video von Jamie Lawson gesehen habe, wo er ganz allein mit Gitarre vor dem Mikro steht und „Wasn‘t expecting that“ singt, da hatte ich gleichzeitig feuchte Augen und eine Gänsehaut. Als Duettpartnerin hätte ich gerne Art Garfunkel.

Karten für das Konzert am 15. Oktober gibt es m ExtraTiP-Ticketshop in der Prinzenstraße 10-12 und online unter www.et-ticketshop.de.