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Studentische Ausstellung an der Uni: Yallah!? – über die Balkanroute

Foto: pug

„Yallah!? – über die Balkanroute“ ist der Titel einer Ausstellung, die von Studierenden der Universität Göttingen und einem Team aus politisch engagierten Menschen, Kunstschaffenden und Geflüchteten erarbeitet wurde. Sie zeigt in Audio- und Videoaufnahmen Erfahrungen von Geflüchteten in den vergangenen zwei Jahren – vom „langen Sommer der Migration“ 2015 über die Grenzschließung bis zum heutigen Leben in riesigen Lagern.

(pug) Die Künstlerinnen und Künstler Tarek Alfelo, Mayada Alkayal, Watheq Khazaal, Iman Shaaban und Majed Sraywell, haben für die Ausstellung Kunstwerke angefertigt, in denen sie Fluchtwege, Hoffnung und das Leben in Deutschland thematisieren. Zur Eröffnung am Freitag, 10. November 2017, 19 Uhr im Haus der Kulturen (HdK), Hagenweg 2e, lädt die Universität herzlich ein.

Die Texte und Interviewausschnitte der Ausstellung wurden in einem Lehrforschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Hess, Institut für Kulturanthropologie/Europäischen Ethnologie, erarbeitet und ausgewählt. Die Audioaufnahmen mit Gesprächen und Interviews stammen aus Lagern in Nordgriechenland, Serbien und in Deutschland. „Viele unserer Interviewpartnerinnen und -partner fragen danach ob ihr einziger Fehler eigentlich sei, dass sie in einem muslimischen Land geboren sind“, sagt Svenja Schurade, Mitorganisatorin der Ausstellung und Studentin an der Universität Göttingen. „Menschen werden in Europa in Lagern und Gefängnissen interniert und jeglicher Zukunft beraubt.“ Ihre Kommilitonin Mira Lou Braun, die ebenfalls an der Ausstellung mitgearbeitet hat, ergänzt: „Es sind zahlreiche Netzwerke zwischen Geflüchteten und Unterstützenden entstanden, die gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft streiten. Das wollen wir als Alternative zu Rassismus und Ausgrenzung sichtbar machen.“

Das Rahmenprogramm beginnt am Mittwoch, 15. November, mit einem Lyrikabend des syrischen Dichters Tarek Alfelo im Literarischen Zentrum Göttingen. Am Freitag, 17. November, ist im HdK eine Diskussion zu Alternativen in der Flüchtlingspolitik geplant. Ebenfalls im HdK findet am Dienstag, 21. November, ein Gespräch über Gender und Flucht statt. Alle Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr. Kooperationspartner der Ausstellung sind Bordermonitoring e.V., Die Falken Göttingen, Forschungsgesellschaft Flucht und Migration e.V., Institut für angewandte Kulturforschung e.V., medico international, Moving Europe, Netzwerk konkrete Solidarität e.V., das Roma Antidiscrimination Network und die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Das Rahmenprogramm wurde in Kooperation mit dem Institut für angewandte Kulturforschung e.V., dem Roma Antidiscrimination Network, dem Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur e.V. erstellt und wird vom AStA der Universität Göttingen unterstützt.

Informationen zur Ausstellung sind im Internet unter http://yallah-balkanroute.uni-goettingen.de zu finden.